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An keramisch gebundenen Schleifscheiben definierter volumetrischer Zusammensetzung wurden die für die Sicherheit beim Schleifen maßgebliche Bruchgeschwindigkeit sowie die Dichte, der Elastizitätsmodul und die Biegefestigkeit bestimmt. Die Bruchgeschwindigkeit stieg mit zunehmendem Kornvolumen und Bindungsvolumen, das heißt abnehmendem Porenvolumen, sowie mit feiner werdender Schleifmittelkörnung an. Die Art des verwendeten Schleifmittels beeinflusste die Bruchgeschwindigkeit dagegen kaum.
Zwischen der Dichte und dem Elastizitätsmodul auf der einen und der Bruchgeschwindigkeit auf der anderen Seite bestand bei Schleifscheiben aus gleichem Schleifmaterial ein linearer Zusammenhang. Zwischen der Biegefestigkeit und der Bruchgeschwindigkeit ergab sich eine statistisch gesicherte lineare Beziehung.
Die Biegefestigkeit kann benutzt werden, um rückblickend, z. B. im Rahmen von Schadens- oder Unfalluntersuchungen, anhand von noch vorhandenen Bruchstücken die Bruchgeschwindigkeit zu berechnen. |