Publikations-Nummer:   192/2005-BGIA
Autor:   Nies, E.; Barrot, R.; Drexler, H.; Hallier, E.; Kalberlah, F.; Prager, H.M.; Schaller, K.H.; Westphal, G.; Korinth, G.
Titel:   Perkutane Aufnahme von Benzol - Folgerungen für die retrospektive Expositionsabschätzung
Quelle:   Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin 40 (2005) Nr. 11, S. 585-594, 64 Lit., 4 Tab. (Sprache:D)
Kurzfassung
Im Rahmen des Berufskrankheitenverfahrens nach Nr. 1303 (Erkrankungen durch Benzol, seine Homologe oder durch Styrol) des Anhangs I der Berufskrankheitenverordnung gilt es bei chronischen Schädigungen des hämatopoetischen Systems, die innere Benzolexposition möglichst genau zu ermitteln. Hierzu müssen häufig retrospektive Expositionsabschätzungen vorgenommen werden, die erfahrungsgemäß besonders bei perkutaner Aufnahme schwierig sind. Im vorliegenden Artikel werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Hautpenetration von Benzol aus relevanten In-vitro- und In-vivo-Studien bewertet. Auf der Grundlage arbeitsmedizinisch-toxikologischer Überlegungen werden daraus im Sinne eines Konventionsverfahrens pragmatische Vorschläge für die Berechnung der inneren Belastung durch den dermalen Aufnahmepfad entwickelt. Dabei kann in den meisten Fällen für die dermale Penetrationsrate (Flux) exponierter Beschäftigter ein Wert von bis zu 1 mg/cm²/h angenommen werden.

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