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Beim Umgang mit Systemen zur Holzfärbung war in der Vergangenheit eine Exposition gegenüber Azofarbstoffen auf der Basis von solchen aromatischen Aminen, die heute als krebserzeugend in Kategorien K1 und K2 eingestuft sind, denkbar. Diese Farbstoffe können unter reduktiven Bedingungen entsprechende Amine abspalten. Konkrete Informationen, z. B. in Form von Rezepturen, sind aus dem Zeitraum vor 1971 nicht verfügbar. Daher wurden 161 historische Holzbeizen aus den 1950er und 1960er Jahren auf potenziell freisetzbare oder als Verunreinigungen enthaltene eingestufte Amine untersucht. In 77 Proben ließen sich eingestufte Amine, zum Großteil jedoch in sehr geringen Konzentrationen, nachweisen. In einigen Proben wurden allerdings Amine in Konzentrationen gefunden, die darauf schließen lassen, dass in der Beize auf der Basis eingestufter Amine hergestellte Azofarbstoffe vorlagen. Mit Abstand häufigstes nachgewiesenes Amin war das K2-eingestufte 4-Aminoazobenzol. |