Publikations-Nummer:   121/2013-BGIA
Autor:   Lichtenstein, N.; Bernards, M.; Quellmalz, K.; Dettbarn, G.; Pucknat, U.; Tigler, A.; Seidel, A.
Titel:   2-Naphthylamin als Verunreinigung in alten Schmierfetten - Mögliche dermale Belastung im Sinne der Berufskrankheit 1301?
Quelle:   Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft 73 (2013) Nr. 5, S. 197-201, 4 Lit., 4 Tab., 2 Abb. (Sprache:D)
Kurzfassung
Öle und Schmierfette können, insbesondere bei höheren Temperaturen und in Gegenwart von Luftsauerstoff, altern. Daher setzt man ihnen Antioxidantien zu. In der Vergangenheit wurden hierzu u. a. auch N-Phenyl-1-naphthylamin oder N-Phenyl-2-naphthylamin verwendet, was durch verschiedene Rezepturen aus der damaligen DDR belegt werden kann. N-Phenyl-2-naphthylamin war herstellungsbedingt mit 2-Naphthylamin in der Größenordnung von 1 000 mg/kg (1960) bis 3 mg/kg (ab 1980) verunreinigt. Da 2-Naphthylamin ein Humankarzinogen ist und Schmierfette im Handwerk und in der Industrie weit verbreitet sind und waren, wird bei Blasenkrebserkrankungen häufig eine berufliche Ursache vermutet. Seitens der Hersteller oder aus der Literatur liegen bisher keine Informationen über 2-Naphthylamingehalte in Schmierfetten vor. Daher haben Mitarbeiter des Messtechnischen Dienstes der Berufsgenossenschaft Holz und Metall und anderer Unfallversicherungsträger bei Besuchen in Betrieben Proben älterer Schmierfette gesammelt, die in einem vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) durchgeführten Untersuchungsprogramm auf ihren Gehalt an N-Phenyl-2-naphthylamin und 2-Naphthylamin analysiert wurden.

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