Publikations-Nummer:   001/2015-BGIA
Autor:   Heinemann, A.; Werner, S. C. M.; Padberg, S.; Möller, A.; Heynemann, C.; Roßbach, B.; Hadtstein, C.; Nies, E.
Titel:   Sicherheitsrelevante Informationen zu Arzneistoffen und damit verbundenen Tätigkeiten - Erste Teilergebnisse des BGW-Projektes BESI
Quelle:   Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft 75 (2015) Nr. 1/2, S. 23-31, 14 Lit., 5 Tab., 3 Abb. (Sprache:D)
Kurzfassung
Täglich arbeiten in Deutschland mehrere Millionen Menschen in Einrichtungen des Gesundheitsdienstes mit Arzneistoffen. Bei der Vorbereitung und Verabreichung bzw. Anwendung der Arzneistoffe kann es zur Exposition der Beschäftigten gegenüber den Inhaltsstoffen kommen. In dem von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) initiierten und geförderten Projekt "Bereitstellung von sicherheitsrelevanten Informationen zu Arzneistoffen und damit verbundenen Tätigkeiten (BESI)" sind 93 Antiinfektiva auf ihr gesundheitsschädliches Potenzial für die Beschäftigten untersucht und entsprechend der Gefährlichkeitsmerkmale kategorisiert worden. Demnach zeigten 62 % der Stoffe sensibilisierende Eigenschaften. Als nachgewiesenermaßen giftig, sehr giftig bzw. kanzerogen, mutagen oder reproduktionstoxisch erwiesen sich 28 % der Stoffe. Im weiteren Projektverlauf werden qualitative und quantitative Informationen zur Expositionssituation bei Tätigkeiten mit Arzneimitteln gesammelt und bewertet. Ziel der BGW ist es, für die stoff- und tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung ein einfaches und allgemein anwendbares Informations- und Bewertungsverfahren für den Umgang mit Arzneistoffen in der Pflege aufzubauen.

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