Publikations-Nummer:   006/2016-BGIA
Autor:   Werner, S. C. M.; Nies, E.
Titel:   Arbeitsbedingte Riechstörungen durch chemische Noxen - Allgemeine Betrachtungen
Quelle:   Umweltmedizin - Hygiene - Arbeitsmedizin 21 (2016) Nr. 1, S. 1-12 (Sprache:D)
Kurzfassung
Die Fähigkeit, Gerüche richtig wahrzunehmen, trägt nicht nur zu einer Bereicherung der Lebensqualität bei, sondern gehört auch zu den wichtigen Warn- und Schutzfunktionen des Körpers. Für die Ausübung ihrer Tätigkeit und zum Schutz vor Gefahren sind viele Berufsgruppen auf ein intaktes Riechvermögen angewiesen. Störungen des Geruchssinns, die durch standardisierte Tests quantitativ erfasst werden können, kommen in der Allgemeinbevölkerung relativ häufig vor: Unterschiedlichen Angaben in der Literatur entsprechend, beträgt die Prävalenz zwischen 1-20 %, wobei Riechstörungen im höheren Lebensalter weiter zunehmen. Sie können vorzeitig durch eine Störung des Dufttransportes zum Riechepithel, durch Schädigungen des Riechepithels oder zentralnervöse Beeinträchtigungen entstehen. Durch Arbeitsplatzexposition verursachte chemisch induzierte Hyposmie und Anosmie sind bislang wenig beachtet worden. Insbesondere zahlreiche schleimhautreizende aber auch nervenschädigende Arbeitsstoffe können den Geruchssinn beeinträchtigen. In der Literatur veröffentlichte Listen mit Substanzen, die mit Riechstörungen assoziiert werden, basieren dabei allerdings häufig auf Kasuistiken oder klinischen Berichten und weniger auf belastbaren epidemiologischen Studien.

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