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Die arbeitsbedingte Exposition gegen zahlreiche Chemikalien wird mit der Entstehung von Riechstörungen in Zusammenhang gebracht.Die in der Literatur publizierten Angaben beruhen allerdings oftmals auf Einzelfallbeschreibungen und weniger auf breit angelegten Studien.Die Auswertung größerer epidemiologischer Erhebungen zur olfaktotoxischen Wirkung von Arbeitsstoffen ergibt, dass die Exposition gegen Cadmium-, Chrom- und Nickelverbindungen sowie Formaldehyd das menschliche Riechvermögen beeinträchtigen können. Dieses Resultat wird überwiegend auch durch tierexperimentelle Ergebnisse gestützt. Wegen verbreiteter Unzulänglichkeiten hinsichtlich Design, Dokumentation und Berücksichtigung von Störfaktoren bei den vorgefundenen epidemiologischen Studien ist allerdings der Evidenzgrad für einen empirisch belegten Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Riechstörungen und der Exposition der genannten Substanzen unter aktuellen Arbeitsplatzbedingungen als vergleichsweise schwach einzustufen. |